1. DEAGo am 24.02.2008

DIE JAGD NACH LEBEN - Stehenbleiben ausgeschlossen?

Die Vorbereitungen für den 1.DEAGo verliefen sehr konzentriert und planmäßig. Ohne Hektik wurde am Samstag zuvor der Aufbau der Dekoration und die Technik ausprobiert. Nur der Wind machte uns Sorgen. Wir wollten vor dem Eingang Teelichter aufstellen, die er aber einfach umblies.

Am Sonntag Nachmittag lief alles wie am Schnürchen. Jeder wusste, was er zu tun hatte. Nach dem Dekorieren des Kirchenraumes gab es noch eine kleine Generalprobe, damit alle Helfer genau wussten, was sie wann zu tun hatten. Dann ging es ans "Bemmen schmieren". Wie viele Besucher werden kommen? Werden die Fruchtcocktails reichen?

Endlich war es soweit. Wolfgang Tost kam und baute die Scheinwerfer und seine Technik auf. Ein kurzer Soundcheck - alles o.k. Die Dämmerung war inzwischen weit fortgeschritten, so dass wir die Windlichter aufstellen konnten. Der Wind hatte sich im Laufe des Tages gelegt, so dass die Gefahr des Umkippens nicht mehr bestand. Wir flankierten den Weg zur Eingangstür mit mehr als 40 kleinen Teelichtern. Es sah fantastisch aus. Dahinter die weit geöffnete Tür, die schon von weitem den Blick bis zum Altarplatz freigab. Pünktlich 19 Uhr war alles startklar.

Leise begann Wolfgang die Gitarre zu spielen. Scheinwerfer tauchten den Altarplatz in helles Licht, doch zwischen den Bänken flackerten nur leise kleine Kerzen, die eine besinnliche Atmosphäre verbreiteten. Er hatte die Lieder passend zum Thema ausgesucht und mir hinterher erzählt: "Es war mir eine große Freude, bei euch zu spielen. Bei der Suche nach passenden Liedern habe ich so manchen schönen Song wiedergefunden, den ich schon jahrelang nicht mehr gespielt hatte. Ich fand den Abend sehr gelungen und komme jederzeit gern wieder!"

Es stimmte, der Abend war sehr gelungen. Bettina Parade moderierte gekonnt die Übergänge zwischen den Beiträgen. Ihr schauspielerisches Talent kam bei der Einleitung voll zur Geltung, als sie im Dialog mit einem gehetzten "Mitbürger" darzustellen versuchte, wie schwer es ist, dem alltäglichen Stress zu entfliehen.

Landesjugendpfarrer Tobias Bilz stellte in seiner Predigt das erste Wunder Jesu – die Wandlung von Wasser zu Wein auf der Hochzeit zu Kana – dem Zuhörer vor Augen und verband damit unmittelbar die Fragen: „Wo findest du dich selbst wieder? Entdeckst du dich im Typ der Maria, die sich beständig Sorgen macht? Findest du dich wieder in den Dienern, die gehorsam, willig oder ohne Nachzudenken tun, was man ihnen aufträgt? Oder sitzt du bei den Feiernden, die sich ausgiebig dem Wein hingeben?" Die Vorstellung, was das Glück in meinem Leben ausmacht, ist geprägt vom jeweiligen Lebensabschnitt, den ich momentan durchlebe und somit wandelbar. Jesu Angebot für unser Leben ist unwandelbar: ER möchte, dass wir weder verkrampft sorgen, noch von Zwängen eingeengt leben. Nicht moralisierend, geizig oder unsere Wünsche verleugnend, sondern fröhlich, freudig und in großer Freiheit dürfen wir leben. Jesus möchte, dass es uns gut geht!

Die Lieder schienen allen zu gefallen. Die Besucher sangen aus vollem Herzen. Beim anschließenden Imbiss brachten viele ihre Freude und Zufriedenheit über diesen gelungenen Auftakt zum Ausdruck und verweilten bei Fettbemmen und Fruchtcocktails noch eine ganze Zeit in der Kirche, bis wir dann doch zu später Stunde unsere Technik wieder einpackten und die Dekoration wegräumten. Als alles in den Autos verstaut war, standen wir beieinander und wollten gar nicht wahr haben, dass der Abend zu Ende ging. Die Herzen waren randvoll mit Freude, die uns der lebendige Gott mit diesem schönen Erlebnis geschenkt hatte.